Das Projekt

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Ziel des Projekts »Smart Services KMU« ist es, ein Innovationsnetzwerk zu initiieren, das kleine, mittlere und mittelständische Unternehmen zusammenbringt und dabei unterstützt, die Potenziale von Smart Services zu erkennen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich aktiv in neu entstehende Wertschöpfungsnetze einzubringen. 

Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative »Innovationsforen Mittelstand« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01MI1730 gefördert. Ausführende Stelle ist das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart.

Smart Services: Wo liegen die Herausforderungen für KMU?

Die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und die Ausstattung von Objekten mit Sensoren und Aktoren, macht ganz neue, kundenindividuelle Lösungen möglich. Nicht nur Großkonzerne, sondern auch viele kleine und mittlere Unternehmen stellen sich deshalb die Frage, wie sich mit Daten Geld verdienen lässt. Gleichzeitig steigt ihre Sorge vor dem Wettbewerb durch branchenfremde Anbieter, die mit innovativen Lösungen den Markt neu aufrollen.

Smart Services sind Leistungsangebote, die auf der Sammlung, Auswertung und Interpretation von Real- und Echtzeitdaten beruhen. Solche Daten können als Nebenprodukt von digitalisierten Prozessen anfallen, öffentlich verfügbar sein, mithilfe von Sensoren erfasst, oder auch eingekauft werden. Da Smart Services in der Regel aus einer Kombination von digitalen Diensten und physischen Dienstleistungskomponenten bestehen, die zudem noch von unterschiedlichen Partnern erbracht werden, ist ihre Entwicklung und Umsetzung anspruchsvoll.

Welchen Mehrwert bietet das Innovationsnetzwerk?

Das Netzwerk fungiert als Anlaufstelle für interessierte Unternehmen und ermöglicht einen strukturierten Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Thema Smart Services. Die Netzwerkpartner

  • identifizieren strategisch relevante Themen;
  • werfen einen Blick über den eigenen Tellerrand auf Ideen und Ansätze aus anderen Branchen und Unternehmen;
  • lernen Herausforderungen und Gestaltungsoptionen für Geschäftsmodelle von digitalen und datenbasierten Dienstleistungsangeboten kennen;
  • erarbeiten interdisziplinär und kooperativ Lösungsansätze für die Entwicklung von Smart Service-Geschäftsmodellen und
  • hinterfragen dabei systematisch die Übertragbarkeit auf das eigene Unternehmen.

Im Förderzeitraum liegt der Fokus zunächst auf Smart Service-Lösungen im Maschinen- und Anlagenbau (z.B. Smart Maintenance), sowie im Handwerk (z.B. Smart Home). Die vermittelten Vorgehensweisen und Methoden sind jedoch unabhängig von diesen Anwendungsfeldern nutzbar, so dass auch Unternehmen aus anderen Branchen profitieren.

Wer kann teilnehmen?

Das Innovationsnetzwerk »Smart Services KMU« bringt vier Gruppen von Akteuren zusammen:

  • Unternehmen, die Smart Services anbieten oder anbieten möchten;
  • Unternehmen, die die technische Infrastruktur(Hardware, Software) oder komplementäre Dienstleistungen beisteuern;
  • Intermediäre Organisationen, die sich als Interessenvertreter oder Transferpartner mit dem Thema auseinandersetzen;
  • Organisationen der akademischen und angewandten Forschung, die wissenschaftliche und methodische Kenntnisse in das Netzwerkeinbringen.

Das Netzwerk soll wachsen. Interessenten können sich jederzeit gerne melden

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